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Das Projekt

Im Vorfeld des Projektstartes war die Abstimmung des Förderprogramms auf die Zielgruppe und die regionalen Gegebenheiten die größte Herausforderung des Büros für Existenzgründung. Die Maßnahme der Fokussierten Existenzgründung ist unter den verschiedenen Förderungsinstrumenten ein neuer Ansatz, den die Sozialagentur Ostvorpommern eigens für den Ideenwettbewerb des BMWA entwickelte.

Merkmale der Fokussierten Existenzgründung

1. Die Geschäftsideen
Die Geschäftsideen für mögliche Existenzgründungen werden auf Grundlage einer Marktanalyse in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen aus der Region und dem Büro für Existenzgründungen konzipiert. Dies hat den Vorteil, dass für potentielle Existenzgründungsvorhaben sowohl ein eindeutiger Bedarf wie auch ein Markt identifiziert wurde.

2. Die Fokussierung auf Zukunftsbranchen
Avisierte Existenzgründungen siedeln sich in Branchen mit bestehendem und wachsendem Potiential in Ostvorpommern an - wie Tourismus, Gesundheitswirtschaft und Dienstleistungsgewerbe. Die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns einer Gründungsidee kann somit erheblich gemindert werden.

3. Der Prozess
Der Prozess der Existenzgründung erfolgt nicht im Rahmen eines so genannten Gründerwettbewerbs. Vielmehr geht es darum, im Rahmen umfassender Beratungsgespräche allen geeingneten ALG-II-Empfängern einen Weg zu öffnet, an dessen Ende möglichst die Existenzgründung und besser noch die finanzielle Unabhängigkeit steht.

4. Die Zielgruppe
Die Dienstleistung des Büros für Existenzgründung richtet sich ganz bewusst an Langzeitarbeitslose über 50 Jahre und explizit an diejenigen Personen, die aufgrund des hohen Verdienstes ihres Lebenspartners das Alg II nicht empfangen. Somit kann die Lücke, die viele Förderprogramme des Bundes, der Länder oder der KfW aufweisen, effektiv geschlossen werden.

5. Der Generationenansatz
Das Konzept der Fokussierten Existenzgründung will die Zielgruppe 50plus nicht nur dazu motivieren, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen, sondern auch das Bewusstsein der Zielgruppe dafür zu schärfen, mit der eigenen Existenz zukünftig ebenfalls Arbeitsplätze für Kinder und Enkelkinder zu schaffen und zu sichern. 

Die Erfolgsgeschichte von
Norbert Scheer (52)

Der Fachmann für Werbe- und Textildruck konnte die technische Ausstattung seines Unternehmens sowie die erforderliche Qualifikation aus Mitteln des Projektes Perspektive 50plus absichern. Seine guten Kontakte im Raum Zirchow haben ihm einen guten Start ermöglicht. Herr Scheer plant für 2008 die Erweiterung seiner Betriebsstätte und somit eine noch vielfältigere Angebotspalette. Ein weiterer Lehrgang für Klebetechnik auf Kfz-Werbeflächen soll seine Dienstleistungen zusätzlich erweitern.